Prag – Die Stadt der Musik

Was passiert wenn man gerade mal ein Wochenende im langweiligen Deutschland ist? Man lässt die Koffer gepackt, schnappt sich seinen Mantel und fährt mit dem liebsten Menschen, den man hat in die Stadt der Musik. Zugegebenermaßen kann Prag bei mir nicht mit den Temperaturen von 4 Grad im April punkten, wenn ich noch einen Tag vorher in der Sonne Fuerteventuras verbrannt bin. Jedoch vergisst man die Kälte schnell beim Kaffeetrinken in einem der unzähligen Cafes.

Bevor ich das erste mal Prag besuchte, hat sich meine Begeisterung für die Hauptstadt der Tschechischen Republik stark in Grenzen gehalten. Ich hatte Tschechien schon oft besucht und mochte es auch. Aber wieso sollte ich noch einmal extra in die Hauptstadt reisen, wenn es noch so viele Länder auf der Welt gibt, die ich noch nie kennenlernen durfte? Trotzdem gab ich der Stadt eine Chance und sie verzauberte mich in der ersten Sekunde. Und hier sind die Übeltäter, meine persönlichen Hotspots.

1. Karlsbrücke

Nirgenwo sonst trifft man auf so viele Straßenkünstler und Touristen wie auf der Karlsbrücke. Dennoch ist sie einen kleinen Abstecher wert. Meiner Meinung nach ist man nahezu verpflichtet als Tourist mindestens einmal über die Moldau auf die andere Seite der Stadt zu laufen. Gerade die vielen Touristengruppen, Händler und Musiker dürfen bei einem richtigen Städtetrip nicht fehlen. Außerdem hat man eine perfekte Sicht auf die Burg, wenn man mindestens 1,50m groß ist und es schafft zwischen allen Selfie-Sticks vorbeizuspähen natürlich.

Mein Geheimtipp: Wer auch den Abend an der berühmten Brücke verbringen will, kann sich im Marina einen Tisch reservieren. Das italienische Restaurant befindet sich auf einem größeren Boot direkt neben der Karlsbrücke und verspricht neben dem unglaublich leckerem Essen auch eine unvergessliche Sicht auf die Moldau und die Burg bei Nacht. Und das ganz ohne die Menschenmengen.

2. John-Lennon-Wall

Die John-Lennon-Wall ist in den 80ern durch regierungsfeindlichen Demonstranten, die John Lennon als Symbol für ihre Bewegung nutzten, entstanden. Seit über 30 Jahren wird die Wand immer wieder mit Songtexten und Zitaten vervollständigt und hinterlässt bei allen Besuchern einen bleibenden Eindruck. Dieses Kunstwerk sollte jeder live gesehen haben und sich dabei auch die Zeit nehmen, um die Parolen und Karikaturen anzuschauen. Es lohnt sich definitiv!

Mein Geheimtipp: Wenn ihr wirklich in aller Ruhe diese grandiose Sehenswürdigkeit betrachten wollt, solltet ihr noch vor 10 Uhr morgens dort sein. So habt ihr die Möglichkeit den Massen aus Schirmträgern und Hobbyfotografen aus dem Weg zu gehen. Es lohnt sich!

3. Hamleys – The world’s finest toystore

Für alle, die immer noch nicht mit ihrer Kindheit abgeschlossen haben, habe ich hier den ultimativen Tipp um alle Träume wahr werden zu lassen. Im Hamleys-Store erwarten euch nicht nur tausende verpackte Spielzeuge, sondern auch alles was das Kinderherz in euch begehrt. Begrüßt werdet ihr am Eingang schon von riesengroßen Actionfiguren und jeder Menge strahlender Kinderaugen. Mitten in dem riesigen Store könnt ihr eine runde Karussell fahren, euch danach noch Zuckerwatte holen und mit einem der berühmtes Hamleys-Teddybären kuscheln. An einer Ecke redet ein verwunschener Baum mit euch und der einfachste und schnellste Weg vom oberen Stockwerk nach unten ist eine riesige Rutsche. Wie im Traum, oder was sagt ihr?

Mein Tipp: Den Besuch im Hamleys könnt ihr ganz einfach mit einem kleinen Shoppingtrip verbinden, denn der Shop ist nur wenige Gehminuten vom Wenzelsplatz entfernt.

4. Trdelník essen am Altstädter Ring

Ja, auch die tschechische Essenskultur darf nicht fehlen. Wer also schon keine Knödel gegessen hat, sollte dem Altstädter Ring mit den verschiedenen Märkten einen Besuch abstatten. Gerade zur Oster- und Weihnachtszeit gibt es an jeder Ecke Baumstrizl und heißen Apfelpunch. Perfekt für eine kleine Sightseeing-Pause.

Mein Geheimtipp: Einer der Märkte liegt direkt unter dem Prager Rathaus mit einer weiteren Sehenswürdigkeit, der astronomischen Uhr. Dort könnt ihr auch der berühmtesten Sage um Meister Hanuš nachgehen.

5. Die Prager Burg

Nirgendwo sonst hat mein eine so umwerfende Aussicht auf die Stadt der Musik wie von der Plattform der Prager Burg. Auf der anderen Seite der Moldau führen kleine Gassen mit verschiedenen Cafes und Souvenirläden den Berg immer weiter hinauf, bis man die Tore des Schlosses erreicht. Man kann sich also einfach treiben lassen, ohne unter dem teilweise doch anstrengendem Aufstieg zu leiden.

 

Mein Tipp: Neben alten Mauern und Straßenkünstlern hat sich oben an der Burg auch eine Starbucks-Filiale versteckt. Für alle, die dem Stadtleben doch nicht ganz entkommen wollen.

Seid ihr auch auf den Geschmack gekommen? Dann ran an die Reiseveranstalter und los geht es! Gerade Prag zählt zu einer der günstigsten Städte, wenn es um Wochenendtrips geht. Viel Spaß!

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  • Michelle Früh

    So ein schöner Post. Ich war noch nie in Prag aber es scheint dort ganz toll zu sein. Die Fotos sind so schön geworden. Liebe Grüße Michelle von beautifulfairy

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